Veranstaltungen des LAFT Berlin

Der LAFT Berlin hat verschiedene Veranstaltungsformate entwickelt, die regelmäßig und überwiegend auf ehrenamtlicher Basis organisiert und durchgeführt werden. Dazu gehören die Fördersummits des LAFT Berlin, auf denen die Positionen des Verbandes zum Berliner Fördersystem gemeinsam mit kulturpolitisch engagierten Interessenten erarbeitet werden. Darüber hinaus führt der LAFT Berlin Arbeitstage und Informationsveranstaltungen zu bestimmten (kultur-)politischen Themen oder Anlässen durch und feiert jährlich in Verbindung mit der Jahresfeier des Performing Arts Programms Berlin ein Sommerfest, auf dem u.a. die Arbeit und verschiedenen Projekte des LAFT Berlin vorgestellt werden. Ein Überblick über die bisherigen Veranstaltungen des LAFT Berlin findet sich im Archiv.

Aktuelle Termine und Aufrufe

Die Vielen: SHIELD & SHINE – Keine Normalisierung von rechtsextremer Politik in den demokratischen Parlamenten

Die Vielen laden Kultureinrichtungen und Künstler*innen ein, Aktionen zum Schutz der Demokratie zu initiieren. Zeitliche Schwerpunkte in diesem Jahr sind die Aktionswoche "Europa der Vielen" von 3. bis 9. Juni 2024 und die Bundesweite Aktionswoche gegen Normalisierung von rechtsextremer Politik vom 26. August bis 1. September. Beim digitalen Plenum der regionalen Gruppe der Vielen in Berlin am 8. & 29. Februar wurde über Aktionen in Berlin und mögliche Solidaritätsformate gesprochen, außerdem haben sich drei Arbeitsgruppen gegründet. Die AG Formen der Solidarität lädt am 12. März 2024, von 16:00 bis 17:30 Uhr zu einem ersten digitalen Arbeitstreffen ein, bitte anmelden unter sandweg@schaubude-berlin.de.
Am 11. April wird es eine Pressekonferenz der Vielen in der Akademie der Künste geben. Wer sich mit einbringen möchte, melde sich bei die-vielen@laft-berlin.de.
https://dievielen.de/-/projekte/shieldshine

Offenes Treffen der AG Förderpraxis und Abrechnung am 20. März 2024, 13:00 bis 14:30 Uhr, online

Zur Information und als Begrüßung für alle mit Interesse am ehrenamtlichen Engagement lädt die AG Förderpraxis und Abrechnung zu einem offenen Arbeitstreffen ein. Die AG knüpft an die Arbeit der AG Abrechnung an und möchte in einen offenen und konstruktiven Dialog mit der Senatsverwaltung und dem Prüfdienst treten. Ziel ist es, die Administration der diversen Förderungen zu evaluieren und gemeinsam eine Modernisierung, Vereinfachung und Anpassung der Regelungen zu erarbeiten. Hierfür bringen unterschiedlichste Akteur*innen der Freien Szene ihre jahrelangen Erfahrungen ein und erarbeiten Vorschläge, wie künstlerische und Prüfpraxis in Einklang zu bringen sind. Neue Mitstreiter*innen mit Praxiswissen aus Förderwissen und Abrechnung willlkommen – wir bitten um Anmeldung unter abrechnung@laft-berlin.de.

Rücknahme der neuen Antidiskriminierungsklausel des Berliner Senats

Kurz vor Weihnachten konzipierte der Berliner Senat eine neue Antidiskriminierungsklausel für öffentliche Projektförderungen. Daraufhin veröffentlichten der Rat für die Künste, die Koalition der Freien Szene, der bbk berlin, der LAFT Berlin, inm berlin sowie festiwelt – Netzwerk Berliner Filmfestivals ein gemeinsames Statement der Verbände, in dem sie den Berliner Senat, insbesondere Kultursenator Joe Chialo, als auch die kulturpolitischen Sprecher*innen aller Parteien dazu aufforderten, diese Antidiskriminierungsstrategie im gemeinsamen Dialog zu überarbeiten. Wir begrüßen Maßnahmen zur Bekämpfung von Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung und Rassismus, aber nach juristischen Einschätzungen verfehlt die Form der neuen Antidiskriminierungsklausel die angestrebten Ziele. Sie kollidiert mit dem Grundgesetz und bringt eine mannigfaltige Rechtsunsicherheit, zweifelhafte Praktikabilität und die Gefahr der Diskriminierung mit sich, da sie ggf. erhebliche Rechtsfolgen sowohl für Institutionen als auch Künstler*innen nach sich ziehen kann. Am 22. Januar 2024 verkündete Kultursenator Joe Chialo im Rahmen des Kulturausschusses, dass die Klausel vorerst ausgesetzt werde. In einer Pressemitteilung des Senats heißt es: „Aufgrund von juristischen Bedenken, dass die Antidiskriminierungsklausel in dieser Form nicht rechtssicher ist, wird diese ab sofort keine Anwendung in Zuwendungsbescheiden mehr finden.“ Wir deuten es als gutes Zeichen, dass die, von vielen Seiten vorgetragene Kritik Berücksichtigung fand. Wir begrüßen den Vorschlag des Kultursenators, im gemeinsamen Dialog Maßnahmen gegen die vielfältigen Formen von Diskriminierung zu entwickeln.
Das Statements der Verbände ist hier zu finden. Die Presseerklärung der Verbände zur Rücknahme der Klausel ist hier zu finden.

Berliner Kulturkonferenz gegründet

Größtes Bündnis der Berliner Kulturverbände mit eigener Rechtsform entstand aus Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz. Die Berliner Kulturkonferenz ist angetreten mit dem Anspruch, die gesamte Breite und Vielfalt der organisierten Berliner Kulturlandschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten.

Am 11. Dezember 2023 haben 16 Kulturverbände verschiedener Sparten die Berliner Kulturkonferenz gegründet. Der Verein entstand aus der gemeinsamen Arbeit in der Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz. Zweck des Vereins ist die spartenübergreifende Zusammenarbeit, die Netzwerkarbeit und der gegenseitige Informationsaustausch der Berliner Kulturverbände und Zusammenschlüsse zur Erreichung gemeinsamer Ziele. Durch die Berliner Kulturkonferenz gibt es erstmals die Möglichkeit, eine Beteiligung der Kultur an Stadtentwicklungsprozessen und weiteren Gremien einzufordern, wie sie zum Beispiel für den Sport schon lange üblich ist. Es ist ebenfalls möglich, die Erarbeitung eines Kulturfördergesetzes für Berlin als Gegenüber von Politik und Verwaltung zu begleiten.

Zum ersten Vorstand wurden auf vier Jahre Janina Benduski (LAFT Berlin – Landesverband freie darstellende Künste e.V., Andreas Köhn (ver.di) sowie Franziska Stoff (Landesmusikrat Berlin e.V.) gewählt.

Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz

Mehr als 50 Berliner Kulturverbände, darunter der LAFT Berlin, setzen sich für ein Berliner Kulturfördergesetz ein. Ziel ist die Verankerung von Kultur als Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushalts. Im April 2022 fand eine erste digitale Diskussion mit Kulturpolitischen Sprecher:innen der Regierungskoalition und der Berliner Kulturszene statt, auf der Kulturpolitischen Konferenz von ver.di Berlin am 10. September 2022 wurde eine gemeinsame Abschlusserklärung aller Teilnehmenden für ein Berliner Kulturfördergesetz formuliert.
Weitere Informationen, Beteiligungsmöglichkeiten, Dokumente und Termine unter: https://www.kulturfoerderngesetz.de