Empfehlung einer Honoraruntergrenze für Projektanträge in den Darstellenden Künsten

Bei der Erstellung von Förderanträgen sowohl bei öffentlichen wie auch privaten Förderern auf Landes- und Bundesebene empfiehlt der LAFT Berlin die Berechnung von Honoraren auf Basis einer Honoraruntergrenze. Diese sollten 2000,00 Euro Brutto (für Theaterschaffende, die über die KSK versichert sind), 2500,00 Euro Brutto (für Theaterschaffende, die nicht über die KSK versichert sind), pro Monat bei Vollbeschäftigung betragen. Der LAFT empfiehlt neben des Proben-, und Vorstellungszeitraums auch Recherche sowie Vor- und Nachbereitungszeiten zu Berücksichtigen.

Die empfohlene Honoraruntergrenze orientiert sich aufgrund gleicher Qualifikation der freien Theaterschaffenden am Mindesttarif des bundesweit geltenden Normalvertrag (NV) Bühne, der Angestellten an Theaterhäusern in öffentlicher Trägerschaft gezahlt wird, die dem deutschen Bühnenverein angehören. Der NV Bühne gilt für alle SchauspielerInnen, SängerInnen, TänzerInnen und andere EinzeldarstellerInnen sowie für KabarettistInnen und PuppentheaterspielerInnen, RegisseurInnen, ChordirektorInnen, ChoreografInnen, Tanz-/BallettmeisterInnen, TrainingsleiterInnen, DramaturgInnen, LeiterInnen des künstlerischen Betriebsbüros, DisponentInnen, AusstattungsleiterInnen, BühnenbildnerInnen, KostümbildnerInnen und LichtdesignerInnen, TheaterpädagogInnen, SchauspielmusikerInnen, ReferentInnen und AssistentInnen von IntendantInnen, TheaterfotografInnen und GrafikerInnen, PressereferentInnen und ReferentInnen der Öffentlichkeitsarbeit sowie Personen in ähnlicher Stellung.
Da es sich bei der Honorierung von freischaffenden Theaterschaffenden um kein Angestelltenverhältnis handelt, das Sozialabgaben des Arbeitgebers einschließt, und auch keine durchgängige Bezahlung über das Jahr garantiert ist, wurden die zusätzlichen Kosten für Versicherungs- und Betriebsausgaben sowie die notwendige Vor- und Nachbereitung eines künstlerischen Projekts, auf die monatliche Honoraruntergrenze umgelegt.

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